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Walter Lorenzen, Betriebsratsvorsitzender bei der Deutschen Post AG: Kein Keil zwischen die Beschäftigten

Für Walter Lorenzen ist die Betriebsratsarbeit bei der Deutschen Post AG eine tägliche Herausforderung. Als Vorsitzender des Betriebsrats bei der Niederlassung BRIEF Kiel ist er mit 24 weiteren Kolleginnen und Kollegen für die Belange von fast 4.000 Beschäftigten zuständig.

Die Post hat sich sehr schnell von einer Behörde zum gewinnorientierten Unternehmen gewandelt. Sach- und Personalkosten werden ständig reduziert, der Arbeitsdruck und die Anforderungen steigen. Es wird immer schwieriger, die Interessen der Beamtinnen und Beamten, die immer noch gut ein Drittel der Beschäftigten ausmachen, zu vertreten. Immer wieder versucht der Arbeitgeber, die unterschiedliche Rechtsstellung von Beamtinnen und Beamten und Tarifbeschäftigten für seine Zwecke zu nutzen. Lorenzen und seine Kolleginnen und Kollegen im Betriebsrat setzen deshalb alles daran zu verhindern, dass ein Keil zwischen die unterschiedlichen Beschäftigtengruppen getrieben wird.

1962 hat Lorenzen als Postjungbote angefangen und ist über den mittleren Dienst in den gehobenen Dienst aufgestiegen. Die umfassenden Erfahrungen aus seiner langjährigen Berufstätigkeit kommen ihm nun bei seiner Arbeit zugute. Auch außerhalb des Dienstes setzt sich Lorenzen als Vorstandsmitglied des ver.di-Bundesausschusses für Beamtinnen und Beamte und als Vorsitzender des ver.di-Landesausschusses für Beamtinnen und Beamte im Landesbezirk Nord für die Interessen der Beamtinnen und Beamten ein. Ihm ist besonders wichtig, dass die Beamtenpolitik innerhalb des DGB gut abgestimmt wird, damit die Interessen gemeinsam vertreten werden können.

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 12/2007

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