Lehramt; Zweiter Schritt vor dem ersten; Thüringen

Zweiter Schritt vor dem ersten

Nach den Winterferien sollen die knapp 400 in Ausbildung befindlichen zukünftigen Lehrer/innen bis zu acht Stunden bedarfsdeckenden Unterricht an ihrer Ausbildungsschule übernehmen. „Den Lehramtsanwärtern wird in der Anfangsphase ihrer Ausbildung sehr viel Verantwortung zugemutet, viele Probleme und Detailfragen sind für die Lehramtsanwärter, die Mentoren, die Schulleitungen und die Eltern noch ungeklärt", kritisierte der GEW-Vorsitzende Jürgen Röhreich. Der bedarfsdeckende Unterricht werde eingeführt, bevor die Lehrerausbildung an den Universitäten umgestellt worden sei und mehr Praxisanteile enthalte. Die GEW bemängelte, dass durch den Einsatz der Lehramtsanwärter/innen Bedarfslücken geschlossen würden, wo Neueinstellungen notwendig wären. „Hier wird erneut im Eiltempo der zweite Schritt – die Umgestaltung einer Phase der Lehrerausbildung – vor dem ersten – die Verabschiedung des Lehrerbildungsgesetzes – getan, auch wenn die Erhöhung der Ausbildungszahlen begrüßenswert und dringend erforderlich ist", sagte Röhreich.

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 02/2007

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