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Tjark Neinhardt, Oberbrandmeister: Das Leben hier ist etwas Besonderes

Morgens um sieben beginnt für Tjark Neinhardt die 24-Stunden-Schicht auf der Feuer- und Rettungswache 5 in Stuttgart. Alle Beschäftigten, die dort Dienst tun, sind – oft neben einem handwerklichen Beruf – zu Feuerwehrbeamtinnen und -beamten des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes ausgebildet. Zwei bis sechs Einsätze im Löschzug bzw. fünf bis 15 pro Rettungsdienstfahrzeug erwarten sie.

„Auf einer Feuerwache wird eine Menge Wissen und Kompetenz vorgehalten", berichtet Neinhardt. Und: „Die Kenntnisse müssen jederzeit abgerufen werden können."Männern und Frauen sind Funktionen zugewiesen, die von Schicht zu Schicht wechseln. Alle sind multifunktional einsetzbar. Durch Funktionswechsel innerhalb einer Schicht ist garantiert, dass alle im Rahmen der 24 Stunden ein wenig Ruhezeit finden und die Einsätze auf alle verteilt werden. Zwischen den Einsätzen ist der Tagesablauf für den Oberbrandmeister von Übungen und Verwaltungs- und Wartungstätigkeiten bestimmt. Übung und Ausbildung seien wichtig, da zumeist keine Arbeitsroutine wie im Handwerk entstehe, sondern die Routine geübt werden müsse, damit im Einsatz alles gut funktioniere.

„Das Leben auf einer Feuerwache ist etwas Besonderes", sagt Neinhardt. 12 bis 24 Männer und Frauen leben hier 24 Stunden lang zusammen, müssen in Extremsituationen als Team funktionieren, sind gegenseitig mal Ausbilder, mal Auszubildende, kochen, essen und arbeiten zusammen.

„Nach Dienstschluss", erzählt Neinhardt, und die Freude ist unüberhörbar, „folgen 24 bis 72 Stunden Freizeit – Zeit, ausgiebig am Familienalltag teilzuhaben."

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 02/2007

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