Ingrid Sehrbrock; Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der erste Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in Deutschland, in Dänemark, in der Schweiz, in Österreich und den USA statt. In diesem Jahr wird das 100-jährige Jubiläum des Internationalen Frauentags mit zahlreichen Veranstaltungen gewürdigt. Unter dem Motto „Heute für morgen Zeichen setzen“ organisiert der DGB bundesweit Feste, Ausstellungen, Kabarettabende, Filmvorführungen, Lesungen und Straßenaktionen. Die zentrale Abschlussveranstaltung findet am 19. März in Berlin statt.

Historische Bilder streikender Textilarbeiterinnen in New York und demonstrierender Frauen in Deutschland zieren die Veranstaltungsplakate. Es wird an die Errungenschaften der Frauenbewegung erinnert – vom Frauenwahlrecht bis zur Gleichstellungsgesetzgebung. Wie wir in unserem Leitartikel auf den Seiten 4 und 5 zeigen, war es auch im öffentlichen Dienst ein weiter Weg bis Frauen gleichberechtigte Beschäftigte im Staatsdienst wurden. In den vergangenen 30 Jahren hat sich der öffentliche Dienst von einer Männerdomäne zu einem bedeutenden Arbeitgeber für Frauen entwickelt. Doch obwohl die gleichstellungspolitischen Voraussetzungen für Frauen im öffentlichen Dienst mit Gleichstellungsbeauftragten, Frauenförderplänen und Teilzeitarbeitsplätzen häufig besser sind als in der Privatwirtschaft, so hält sich auch hier hartnäckig die „gläserne Decke“. In den oberen Etagen der Macht sind Frauen noch deutlich unterrepräsentiert.

Der 100. Geburtstag des Internationalen Frauentages ist Anlass, heute für morgen Zeichen zu setzen! Am Internationalen Frauentag und an den 364 anderen Tagen des Jahres wollen die Frauen gleiche Chancen, gleiche Rechte und tatsächliche Gleichstellung.

Ingrid Sehrbrock
Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Quelle: Beamten-Magazin 03/2011

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