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EVG fordert: Arbeitszeiten schärfer kontrollieren
Die EVG fordert mehr Kontrollen der Arbeitszeit auf den Loks privater Güterbahnen. So sollten Verstöße gegen die Arbeitszeitbestimmungen aufgedeckt und Beschäftigte geschützt werden. Fehlverhalten der Unternehmen müsse massiv geahndet werden, bis hin zum Lizenzentzug. Darüber hinaus sollten Unternehmen auf einer „Black-List" veröffentlicht werden. Die EVG weist auf eine aktuelle Untersuchung hin, nach der Lokführer privater Unternehmen Haltesignale deutlich öfter überfahren als Lokführer der Deutschen Bahn. „Es gibt im Schienengüterverkehr eine wachsende Grauzone, in der offenbar mehr und mehr gegen Arbeitszeitbestimmungen verstoßen wird", sagte EVG-Vorstand Martin Burkert. „Dagegen helfen nur regelmäßige Kontrollen. Die liegen letztendlich auch im Interesse der seriösen Unternehmen und der Beschäftigten insgesamt." Im Schienengüterverkehr sei mittlerweile auch der Einsatz von Lokführern im Rahmen von Leiharbeit gängige Praxis. „Grund dafür ist die hohe Intensität des Wettbewerbs der Branche", so Burkert. Um einen Missbrauch der Zeitarbeit zu bekämpfen, sollten die Unternehmen auch verpflichtet werden, die Aus- und Fortbildung ihrer Lokführer zu verbessern und diese lückenlos zu dokumentieren. Der Gewerkschafter kündigte an: „Das werden wir auch bei einem Aktionstag Ende Februar deutlich machen."
Quelle: Beamten-Magazin 02/2011