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Polizisten warten zehn Jahre auf Beförderung
Kritik an der Einstellungs- und Beförderungssituation bei der Polizei in Sachsen-Anhalt hat der neue GdP-Landesvorsitzende Uwe Petermann geübt. Die Überalterung der Beschäftigten sei beängstigend, sagte er auf dem Landesdelegiertentag der GdP. Im Durchschnitt seien sie älter als 46 Jahre. Hier zeige sich deutlich eine verfehlte Einstellungspolitik. Demotivierend wirke sich auch das lange Warten auf Beförderungen aus. 90 Prozent aller Polizistinnen und Polizisten, die seit zehn Jahren im Dienst sind, wurden Petermann zu folge noch nie befördert. Innenminister Holger Hövelmann (SPD) räumte Probleme ein. Der Landtag habe zwar 400 Stellen für Beförderungen freigegeben, doch das Geld dafür fehle. Hövelmann warb für ein vertrauensvolles Arbeitsklima, das mehr als finanzielle Anreize zur Arbeitszufriedenheit beitrage. Petermanns Aufforderung, die Stärke der Polizei nicht nur nach der Bevölkerungszahl zu bemessen, griff er auf. Die Zahl der Straftaten, Verkehrsunfälle und Maßnahmen zur Gefahrenabwehr will er künftig mitberücksichtigen.
Quelle: Beamten-Magazin 11/2009