Ausbau öffentlicher Dienste gefordert; Hessen

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Ausbau öffentlicher Dienste gefordert

Der Sektor der sozialen und gesellschaftsorientierten Dienstleistungen ist in Deutschland unterrepräsentiert. Diese Ansicht vertritt Hessens DGB-Vorsitzender Stefan Körzell, der mit Gewerkschaftern von GEW, ver.di und GdP eine Broschüre mit Eckpunkten für eine zukunftsfähige Dienstleistungspolitik in Hessen vorstellte. Im Vergleich zu skandinavischen Ländern bestehe bei Erziehung, Bildung, Sozialem und Gesundheit „eine beträchtliche Dienstleistungslücke“ – dort sei auch der Staat ein bedeutenderer Arbeitgeber. In Deutschland sank der Anteil der öffentlichen Beschäftigung laut Körzell von 18 Prozent 1998 auf 14 Prozent 2007 – ein Abbau von einer Million Beschäftigten. „Andere vergleichbare Länder halten die öffentliche Beschäftigung stabil oder haben sie er höht.“ Eine Übertragung des Personalstandes bei Bildung und Erziehung von Skandinavien auf Hessen würde zu 90.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen führen, verglich der GEW-Landesvorsitzende Jochen Nagel. Bernd Kuske-Schmittinger von der GdP machte auf die besondere Belastung des öffentlichen Dienstes durch die Sparpolitik der Landesregierung aufmerksam: „Stellenabbau und Umwidmungen haben dazu geführt, dass im Bereich der hessischen Polizei über 1.000 Planstellen gestrichen wurden.“ Er forderte: „Im gesamten öffentlichen Dienst muss der Trend zum Angebotsund Beschäftigungsabbau umgekehrt werden. Ziel muss eine sachgerechte Personalausstattung sein.“

Quelle: Beamten-Magazin 10/2009



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