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Von Hunden und Menschen
Im Porträt: Peter Pfaffinger, Fachlehrer im Diensthundewesen
Ohne Vorliebe für Vierbeiner wird man in diesem Job nicht erfolgreich sein können. Peter Pfaffinger hat einen guten Draht zu Hunden, sein eigener heißt Orax und ist ausgebildeter Rauschgiftspürhund. Aber der Polizeibeamte ist nicht nur für seinen eigenen Diensthund verantwortlich, sondern für sämtliche Rauschgiftspürhunde Hessens. Einmal im Jahr kommen sie alle zu ihm, um unter Beweis zu stellen, dass sie ihrer Aufgabe bei der Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität noch gerecht werden können. Dabei sind es weniger die Hunde, die Pfaffinger ausbildet als vielmehr deren „Herrchen“, die Diensthundeführer bzw. die, die es noch werden wollen. Als Fachlehrer im Diensthundewesen an der Hessi schen Polizeischule in Wiesbaden mit Dienstort in Mühlheim am Main verbringt Peter Pfaffinger viel Zeit in Seminaren und Lehrgängen. Im Diensthundewesen müssen sich – Hund und angehende Hundeführer – zunächst einem 12-wöchigen Grundlehrgang unterziehen. Für die Polizeibeamtinnen und -beamten steht erst einmal Theorie im Ausbildungsplan: Wesen des Hundes, Triebveranlagungen, Erste HilfeMaßnahmen, Konditionieren der Tiere usw. Der praktische Teil findet auf dem Ausbildungsplatz oder in verschiedenen Räumlichkeiten statt. Die angehenden Spürnasen haben zu diesem Zeitpunkt im Idealfall schon eine Schutzhundausbildung hinter sich. „Diese Kombi-Hunde haben bereits einen Grundgehorsam, das erleichtert die Ausbildung zum Rauschgiftspürhund“, erklärt Pfaffinger. In praxisnahen Übungen werden die Hunde dann auf ihre zukünftige Aufgabe im Polizeialltag vorbereitet. „Auch in solchen Übungssituationen kann es zu unerwarteten Überraschungen kommen“, erzählt der 48-Jäh rige. Bei einer Übung im Haftraum einer hessischen Justizvollzugsanstalt beispielsweise witterte Rauschgiftspürhündin Abby Betäubungsmittel in einen Radiorecorder. Dabei war dort gar kein Rauschgift zu Übungszwecken versteckt worden. Beim Auseinandernehmen des Gerätes konnten dennoch 1,5 Gramm Haschisch und 485 Euro in fein säuberlich zusammengerollten Scheinen sicher gestellt werden – Pech für den Zelleninsassen. „Am Ende gab es viel Lob für Abby und einen stolzen Diensthundeführer“, freut sich der Ausbilder.
Quelle: Beamten-Magazin 5/2009