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„Grenze der Leistungsfähigkeit erreicht“
„An den rheinland-pfälzischen Grundschulen müssen die Rahmenbedingungen entscheidend verbessert werden, da mit Lehrkräfte und auch Kinder den hohen Ansprüchen gerecht werden können“. Das ist das Resümee, das die GEW aus einer Unterschriftenaktion zieht, an der sich innerhalb kürzester Zeit über 4.000 Lehrkräfte beteiligt hatten. Grund: die Einführung der neuen Grundschulordnung. Erste Neuerungen lagen den Schulen erst nach den Herbstferien schriftlich vor, obwohl sie rückwirkend für das bereits laufende Schuljahr in Kraft waren. „Das führte bei Schulleitungen und Lehrkräften zu großer Verunsicherung. Hinzu kamen oft technische Probleme mit den neuen Zeugnisformularen“. Die Unzufriedenheit, so der GEW Landesvorsitzende Klaus-Peter Hammer, resultiere jedoch weniger aus der inhaltlichen Ausgestaltung der Grundschulordnung als vielmehr aus einer „permanenten Verschlechterung der Arbeitsbedingungen“. Es sei „schlicht versäumt“ worden, die Rahmenbedingungen an die gestiegenen Anforderungen anzupassen. Landesfachgruppensprecherinnen forderten deshalb, dass keine Klasse mehr als 20 Schülerinnen und Schüler umfassen sollte und es dringend Fortbildungen zur weiteren Qualifizierung der Lehrkräfte bedürfe. Außerdem müsse „eine deutliche Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung“ vorgenommen werden. Es seien mehr Frei stellungsstunden sowie zusätzliche Entlastungsstunden für die pädagogische Weiterentwicklung der Grundschulen nötig.
Quelle: Beamten-Magazin 4/2009