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„Nur gemeinsam sind wir stark!“
GEW, GdP und ver.di stehen unmittelbar vor den ersten Verhandlungen in der Tarif- und Besoldungsrunde 2009 im öffentlichen Dienst der Länder. Das „Magazin für Beamtinnen und Beamte“ hat die für die Beamtenpolitik zuständigen Vorstandsmitglieder der Gewerk schaften gefragt, welche Ziele sie er reichen wollen.
Wir wollen materielle Verbesserungen
Unser erstes Ziel ist eine kräftige lineare Anhebung der Monatsgehälter für Angestellte wie für Beamtinnen und Beamte. Die Beschäftigten der Länder dürfen nicht von der Gehaltsentwicklung beim Bund und bei den Kommunen ab gehängt werden. Mit diesen konnten die Gewerkschaften im vergangenen Jahr nach einer harten Tarifrunde einen Abschluss erreichen, der sich sehen lassen kann. Darüber hinaus geht es darum, materielle Verbesserungen, die wir mit Bund und Kommunen im TVöD erreichen konnten, wie z. B. die Verlängerung der alten Aufstiegsregelungen, auch mit den Ländern im TV-L zu vereinbaren. Vor allem aber fordern wir von den Arbeitgebern, endlich anzuerkennen, dass die um bis zu ein Viertel niedrigeren Einstiegsgehälter des TV-L (relativ zum BAT) im Bereich der Lehrkräfte, Wissenschaftler und anderer akademischer Berufe eine Katastrophe sind. Mit solch ab schreckenden Gehältern wird der drohende Lehrermangel noch verschärft. Als ersten Schritt fordern wir, dass das Referendariat als Berufserfahrung anerkannt wird, d. h. dass alle Lehrkräfte mindestens in Stufe 2 anfangen. Außerdem müssen endlich klare tarifliche Regelungen zur verbindlichen Anerkennung von Berufserfahrung ob als Lehrer oder in anderen Berufen gefunden werden. Sowohl die Kolleginnen und Kollegen mit Fristverträgen als auch die so heftig umworbenen „Quereinsteiger“ empfinden es als Unverschämtheit, wenn sie – im Zweifel je des Jahr von neuem als blutige Anfänger eingestuft werden.
Ilse Schaad
Mitglied des Hauptvorstandes der GEW
Quelle: Beamten-Magazin 01/2009