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Immer mehr Beschäftigte streiken
Der Streik in Berlins öffentlichem Dienst weitet sich aus. Die Beschäftigten der Bezirksämter haben sich dem Ausstand angeschlossen, ab 13. Oktober rufen die Gewerkschaften alle Bereiche des öffentlichen Dienstes in den Streik. Beschäftigte der Ordnungsämter, Bußgeldstelle und die Besatzungen der Radarwagen streiken bereits seit Mitte September. Da sich der Senat weiterhin stur stelle und nicht wieder verhandeln wolle, seien weitere Aktionen unausweichlich, sagte die stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiterin Astrid Westhoff. Die Gewerkschaften fordern die Übernahme des Tarifergebnisses, das in anderen Ländern bereits gilt. Dazu gehört eine Einkommenserhöhung von 2,9 Prozent. Ein Angebot des Innensenators über eine Einmalzahlung von 300 Euro für 2008 und zusätzlich 50 Euro monatlich ab April 2009 lehnte ver.di als unannehmbar ab. „Almosen nach Gutsherrenart reichen unseren Leuten nicht“, erklärte Westhoff. Die Tariferhöhung in anderen Ländern entspreche bei einem Bruttoeinkommen von 2.500 Euro monatlich einer dauerhaften und verlässlichen Erhöhung des Jahreseinkommens um rund 930 Euro brutto.
Quelle: Beamten-Magazin 10/2008
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