Porträt; Klaus Manegold, Oberstudiendirektor: Berufliche Bildung für alle; Porträt

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Klaus Manegold, Oberstudiendirektor: Berufliche Bildung für alle

Klaus Manegolds Terminkalender lässt wenig Spielraum: Personalgespräche, Telefonate, Beratungen in der Steuergruppe oder im Lehrerrat, Einstellungsgespräche, Abiturprüfungen, Gespräche mit den Innungsvorständen und den Kammern und am Abend Teilnahme an der Abschlussveranstaltung zum Modellprojekt „Selbständige Schule". Vier Stunden Unterricht am Freitag. Die Bücher schreibt er in der knapp bemessenen Freizeit. Klaus Manegold leitet das Robert-Bosch-Berufskolleg der Stadt Dortmund – und er tut das mit Leidenschaft.

Die Gestaltungsspielräume, die das Berufskolleggesetz von 1997 und das Projekt „Selbständige Schule" seit 2002 eröffnet haben, hat der Oberstudiendirektor konsequent zur Profilbildung der Schule genutzt. Das Robert-Bosch-Berufskolleg bietet heute eine breite Palette verschiedener Bildungsgänge an: von der Berufsvorbereitung über die berufliche Grundbildung, die berufliche Ausbildung bis zur Hochschulzugangsberechtigung und beruflichen Weiterbildung. „Die Durchlässigkeit dieses Systems eröffnet neue Chancen, berufliche Bildung für alle zu sichern", betont Manegold und knüpft damit auch an die Haltung des Namensgebers der Schule – Robert Bosch – an. Zwar ist Manegold als Schulleiter für die Schulentwicklung verantwortlich, aber er setzt dabei auf die Erfahrungen aller Beteiligten: Lehrer, Eltern, Schüler und Betriebe. Wichtige Entscheidungen werden in den Abteilungen, Bildungsgängen und Fachkonferenzen getroffen. Die betroffenen Gremien und Organe der Schule haben weitgehende Mitwirkungsrechte und Anspruch auf Information und Stellungnahme.

Die teamorientierte Arbeit erfordert regelmäßige Kommunikation und ein Höchstmaß an Transparenz. Das stärkt nicht nur das Verantwortungsgefühl der Kolleginnen und Kollegen, ist Manegold überzeugt: „Eigeninitiative, Mitverantwortung und mitgestaltetes Lernen sind vor allem für eine tragfähige Zukunft junger Menschen unverzichtbar."

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 06/2008

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