
Doppelt informiert: "Beamten-Magazin & Taschenbuch für Beamte"! Für nur 19,50 Euro erhalten Sie 1 x jährlich das beliebte Taschenbuch "Wissenswertes für Beamte" sowie 1 x monatlich das Beamten-Magazin. Wir liefern bequem an Ihre Hausanschrift. Damit bleiben Sie in allen Fragen rund ums das Beamtenrecht auf dem Laufenden (u.a. Beihilfe, Beamtenversorgung, Besoldung). >>>Hier zur Bestellung
NEU: Seminare zur Beamtenversorgung für Behördenmitarbeiter und Personalräte
Jürgen Dupp, Fahrdienstleiter: Volle Konzentration rund um die Uhr
Jürgen Dupp ist Fahrdienstleiter in der Bahn-Betriebszentrale Frankfurt am Main. Auf großen Monitoren hat er die Strecke von Frankfurt bis Siegburg vor sich: 170 Kilometer Schnellfahrstrecke. Da ist permanent volle Konzentration gefordert.
Bei einer Geschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde ist die Zeit, um bei Unregelmäßigkeiten zu reagieren, sehr kurz. Besonders schwierig wird es, wenn vom Regelbetrieb abgewichen wird, z. B., wenn unvorhergesehene Störungen auftreten. Doch auch in einer „normalen" Schicht werden rund 150 Zugfahrten begleitet. „Uns darf hier kein Fehler passieren. Die Folgen wären nicht auszudenken", erzählt der 35-Jährige. Er hat den Beruf von der Pike auf gelernt. Nach der Schule fing er bei der Bahn als Assistentenanwärter an. Anschließend arbeitete er als Fahrdienstleiter auf verschiedenen Stellwerken, zunächst auf dem mechanischen Stellwerk in Limburg an der Lahn, dann in Montabaur auf dem elektromechanischen Stellwerk. Nach Ausbau der Schnellfahrstrecke wurde das Stellwerk zum elektronischen Stellwerk (EStw) umgebaut. Jürgen Dupp absolvierte eine dreimonatige Weiterbildung und arbeitete noch ein Jahr im EStw Montabaur. Dann wechselte er nach Frankfurt in die Betriebszentrale. Hier wird in drei Schichten gearbeitet. Rund 450 Zugfahrten sind rund um die Uhr zu leiten.
Besonders anstrengend sind die Nachtschichten. Zwar fahren nachts weniger Züge. Doch wegen der nächtlichen Baumaßnahmen ist besondere Konzentration gefordert. Und ab 20 Uhr ist nur ein einziger Fahrdienstleiter anwesend. Jede Langsamfahrstelle muss berechnet und für den jeweiligen Zug eingegeben werden. „Wir haben hier die Verantwortung für den Zug und für die Arbeiter im Gleis", erläutert Dupp. Er macht seine Arbeit gern, genau wie seine Kolleginnen und Kollegen. Und was die Aussichten in seinem Beruf betrifft, ist er mit ihnen auch einer Meinung: „Die beruflichen Perspektiven, vor allem was die Bezahlung angeht, sollten verbessert werden."
Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 05/2008
zurück zur Übersicht