Lehramt; Weniger Unterricht ab 58 Jahren; Baden-Württemberg

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Weniger Unterricht ab 58 Jahren

Die GEW Baden-Württemberg hat für 58 bis 60 Jahre alte Lehrer/innen eine Altersermäßigung erreicht. Ab dem Schuljahr 2009/2010 sollen sie eine Wochenstunde weniger unterrichten. Außerdem verhinderte die Gewerkschaft, dass die Altersermäßigung für 55- bis 59-jährige Lehrkräfte an Gymnasien und beruflichen Schulen gestrichen wird. Dies sei nur ein erster Schritt zum Ausbau des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, kündigt der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem an. Er weist darauf hin, dass nur 28,7 Prozent der Lehrer/innen mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze von 65 Jahren in den Ruhestand gehen. Ohne den Protest der GEW bei Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) stünden jetzt alle Lehrer/innen unter 60 Jahren ohne Altersermäßigung da, sagt Dahlem. Die GEW habe als einzige Organisation gegen die von Kultusminister Helmut Rau (CDU) geplante Streichung interveniert. Durch die ursprünglich beabsichtigte Streichung für unter 60-Jährige hätten etwa 6.000 Männer und Frauen mehr unterrichten müssen, rechnet Dahlem vor, rund 300 Nachwuchskräfte wären nicht eingestellt worden. Bis 1995 erhielten alle 55- bis 59-jährigen Lehrer/innen zwei Stunden Altersermäßigung. Die damalige Landesregierung reduzierte sie auf eine Stunde und strich 2003 die Ermäßigung an Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen. Das Verfahren erklärte das Bundesverwaltungsgericht 2006 für rechtswidrig.

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 04/2008

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